Was ist ein Trauma? ​

Etymologie

Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet zunächst einmal ganz einfach „Verletzung“ oder „Wunde“. Ein Schnitt in den Finger ist eine Verletzung, die eine ganze Kaskade von Körperreaktionen auslöst, ohne dass wir etwas davon mitbekommen, mit dem Ergebnis, dass die Wunde in ein paar Stunden oder Tagen ohne jede Spur oder Nachwirkung verheilt.

Wann sprechen wir von einem „Trauma“?

Auf der Ebene des subjektiven Erlebens, das sehr stark von den Zuständen des Autonomen Nervensystems bestimmt wird, bedeutet „Trauma“ eine Erschütterung des für uns und alle Säugetiere gedeihlichen autonomen Zustands, indem wir eine relative existenzielle Sicherheit und grundlegende Verbundenheit mit anderen Menschen und der Welt empfinden. Stephen Porges nennt diesen Zustand „Soziales Engagement“ Mehr dazu unter „Grundlagen“.

Das Autonome Nervensystem schaltet dann zum Schutz unseres Überlebens in einen evolutionsgeschichtlich älteren Modus, in Kampf oder Flucht, einen Zustand hoher sympathischer Erregung (da vom sympathischen Part des Nervensystems dominiert). Sind beide Optionen – Kampf oder Flucht – nicht erfolgversprechend, schaltet das ANS (Autonome Nervensystem) in den noch älteren Modus: Die Erstarrung, den Totstellreflex.
Das Autonome Nervensystem heißt „Autonom“, weil es den Organismus in Eigenregie steuert – eine großartige Einrichtung, der wir unsere Existenz und unser Überleben zu verdanken haben! Es steuert ohne unser bewusstes Zutun unseren Herzschlag, unsere Durchblutung, Verdauung und alle die zahllosen Steuerungsvorgänge in unserem Körper, die uns am Leben erhalten!

Im Fall von Gefahr oder Lebensgefahr steuert es uns ebenfalls ohne jede bewusste Entscheidung, um unser Überleben zu sichern. Bei einem „Trauma“, einer als bedrohlich oder lebensbedrohlich erlebten Situation, schaltet also unser Nervensystem in einen anderen Modus. Wenn alles gut geht, die Situation vorüber ist und wir Unterstützung und Zuwendung erleben, erholen wir uns wieder und unser Nervensystem schaltet wieder in den Modus „Soziales Engagement“.

Was ist eine Traumafolgestörung?

Es gibt jedoch Ereignisse und Umstände, die unser Autonomes Nervensystem derart tiefgreifend und nachhaltig erschüttern, dass es nicht mehr in den Modus „Soziales Engagement“ umschaltet, sondern in den Defensivzuständen „Kampf, Flucht, Erstarrung“ hängen bleibt, bzw. in einem Wechsel dieser Zustände.
Aus diesen defensiven Zuständen und Erregungen des Autonomen Nervensystems bilden sich Muster des Erlebens und Verhaltens, die sich verfestigen.
Aus den Mustern sind die Geschichten gewoben, über uns selbst, die anderen und die Welt, die wir uns selbst und anderen immer wieder erzählen und die sich in der Zukunft neu wieder manifestieren. Oder es entstehen keine zusammenhängenden Geschichten, da der Teil des Gehirns, der Zusammenhänge herstellt, während der traumatischen Situation deaktiviert ist, so dass nur einzelne Bruchteile im Gedächtnis gespeichert sind: Ein inneres Bild, ein Geruch, ein Geräusch, eine Körperempfindung…. Es sind später die sog. „Trigger“: Ähnliche Sinneseindrücke werden sofort und direkt mit dem Erleben der traumatischen Situation verknüpft und rufen dieselben Zustände und Erregungen im Autonomen Nervensystem hervor, wie die traumatische Situation selbst.
Für Betroffene ist das meist sehr qualvoll, oft völlig unverständlich, schambesetzt und mit schwerwiegenden Einschränkungen in der Lebens- und Beziehungsgestaltung verbunden.
Mehr dazu: „Startseite, Anzeichen für eine Traumafolgestörung“.

Das muss aber nicht so bleiben!
Lernen Sie sich selbst, Ihr Erleben und Ihre Reaktionen besser verstehen und steuern!
Gewinnen Sie Orientierung, Regulation und Selbstwirksamkeit für Ihr Leben zurück!

Lernen wir uns kennen!

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Elisabeth Schuster

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Traumatherapie Praxis Speyer Elisabeth Schuster

Heilpraktikerin für Psychotherapie
Maximilianstraße 92
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